Vor ein paar Jahren habe ich mich aus dem gesellschaftlichen Leben zurückgezogen. Ich tauchte tief in die Sensibilität meines Körpers ein. Die Grenzen der inneren und äußeren Welt begannen immer mehr zu verschwimmen. Die Wahrnehmung von Schmerz und Glück in dieser Sensibilität führten mich an die Grenzen des Wahnsinns. Dunkelheit umfasste mich. Ohne Zwang oder Intention nahm ich sie immer mehr als sanft und allumfassend war, wenn ich jedoch zwang übte oder mich in der fixen Idee eines menschlichen Selbst verlor erschien sie mir brutal und unnachgiebig. So kehrte ich immer wieder zu einem Nullpunkt in der Hülle eines menschlichen Seins zurück. So erkannte ich dass alles miteinander schwingt und nichts Bedeutung hat.

Es ist alles nur Wahrnehmung. Einmal kann ich mich im Auge eines liebenden Gottes wiederfinden, ein anderes Mal im Auge eines  lüsternen Teufels. Darin liegt kein Widerspruch, nur im Kopf, der versucht, eine endliche Version von sich selbst zu definieren und daran fest zu halten. Ich falle ständig auseinander und stehe in einem Moment wieder auf.

Es gibt keine beste Version meiner selbst. Ich bewege mich in der Dunkelheit und dem Licht und umarme die Leichtigkeit im Schweren.
Der Weg durch den Schmerz kann ebenso aufrichtig sein wie die Freude, und das Festhalten an Freude oder Schmerz kann unaufrichtig sein, wenn es nur dazu dient, eine endliche Version des Selbsts zu festigen.

So bin ich hier. Manchmal verloren, manchmal gefunden. Mit der Resonanz schwingend die im Raum erscheint. Manchmal mag ich angst haben mich in meiner natürlichen Verwundbarkeit zu öffnen und dann mag es einfach passieren eine  Resonanz in meinem Körper fühlend. Wenn ich auseinanderfalle, tauche ich tiefer in die Erfahrung des Menschseins ein, so kann ich erkennen dass es nichts gibt, wovor ich Angst haben müsste, egal ob es leicht oder schwer, bequem oder unbequem ist. Ich möchte beides annehmen, denn ich spüre, dass es ein Potenzial gibt, anderen Menschen in diesem Raum wahrhaftig zu begegnen und nicht nur dem eigenen egoistischen Spiegelbild des Selbsts.